Kategorie: Anstoss

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  • Der cremige Kriegertanz

    Folgende Ausgangslage:

    Foto: Alex Livesey/Getty Images
    Foto: Alex Livesey/Getty Images

    1) Der AC Mailand ist einer der ganz Großen in Europa mit jeder Menge Titeln, Traditionen und großen Namen im persönlichen Geschichtsbuch. Seitdem die Fußballrentner wie Gattuso, Inzaghi und Seedorf ihre Karrieren beendeten und beim Verein vor ein paar Jahren ein Umbruch eingeleitet wurde, läuft es nicht mehr ganz so rund.

    2) Der „Haka“ ist ein ritueller Kriegstanz der Māori, der im Sport vor allem vom neuseeländischen Rugby-Team bekannt ist. Das sorgt jedes Mal für schwitzige Hände beim Gegner und Gänsehaut beim Publikum.

    Was passiert nun, wenn man beides kombiniert? Klingt erstmal nicht verkehrt und nach einem dieser Abende, wo das Giuseppe-Meazza-Stadion in roten Rauchschwaden liegt und sich dazwischen die Mannschaft mit einem Kriegstanz das letzte bisschen Motivation für einen spannenden Meisterschaftskampf holt.

    Die Realität ist aber eine andere. Der AC Milan ist eine graue Maus im Mittelfeld der Serie A, moderne Profifußballer haben es nicht allzu sehr mit einschüchternden Kriegstänzen. Mit RnB gewinnt man schließlich keinen Krieg! Eine Kosmetikmarke hielt es dennoch für eine gute Idee, als PR-Stunt die Milan-Spieler einen Haka aufführen zu lassen, dessen Teil es war, sich einzucremen. Wer das Ergebnis davon bis zum Ende durchhält, ist ein wahrer Krieger:

    Wenn man das so sieht, muss man Sandro Wagner wohl doch Recht geben: Fußballer bekommen einfach zu wenig Geld. Aua!

  • Ein ganz normales Spiel in der 2. brasilianischen Liga

    Brasilien ist die Heimat der Ballzauberer und Dribbelkünstler. Noch vor dem ersten Schluck Muttermilch haben Neugeborene hier bereits einen Ball am Fuß. Folgendes Video zeigt nun einen Ausschnitt aus einem Spiel der brasilianischen Serie B und es ist … hmmm, wie soll man sagen … es ist pure Zauberei.

  • Das Spiel des Jahres

    Vom Grad der Ereignisse hat das Fußballspiel des Jahres bereits in der Champions League der Oceania Football Confederation stattgefunden. Kurz zusammengefasst: 3:1 Führung der Heimmannschaft bis zur 87. Minute und dann kommt das große Comeback. Nebenbei gab es vom geschätzt 1,50m großen Schiedsrichter sechs rote Karten und festgehalten wurde das Ganze in einem liebevoll geschnittenen Videobeitrag – vermutlich vom Sohn des Verbandspräsidenten, der unbedingt ein Praktikum brauchte. Anschauen. Jetzt!

  • Hulk Smash!

    Beim niederländischen Spiel zwischen dem PSV Eindhoven und Willem II ging es gewohnt hitzig zur Sache. Eine Portion zu hitzig für den kolumbianischen PSV-Verteidiger Santiago Arias um genau zu sein. Als der nach etwa einer Stunde Spielzeit die gelb-rote Karte sah, hat er spontan eine Verglasung im Spielertunnel renoviert.

  • 4+7 Freunde sollt ihr sein

    Foto: Federația Română de Fotbal
    Foto: Federația Română de Fotbal

    Das Land Rumänien hat ein Problem: Die alljährliche Rate der Schulabbrecher liegt mit 18% weit über dem EU-Durchschnitt. Um dem etwas entgegen zu setzen, hat der rumänische Fußballverband eine Aktion ins Leben gerufen, um Fußball und Mathematik zu verbinden, damit Lehrpläne und Klassenzimmer zumindest etwas attraktiver werden. Als Auftakt der Aktion gab es im Training vorm Testspiel gegen Spanien eine nette Idee: Die Rückennummern der Spieler wurden kurzerhand in Matheaufgaben verwandelt. Ivan Zamorano gefällt das!

    Foto: Federația Română de Fotbal
    Foto: Federația Română de Fotbal
  • Kopfballtor vom unsichtbaren Torwart


    Es gibt Begebenheiten im Fußball, die machen eine Nachspielzeit so schön und dramatisch, als wäre es eine Nachspielzeit mit Käse überbacken. Zum Beispiel dann, wenn ein Torhüter in den letzten Sekunden den Ausgleich erzielt. So geschehen am Wochenende in der dänischen Superliga zwischen dem AGF Aarhus und AaB Aalborg.

    Torhüter Steffen Rasmussen stellt sich wie ein Chamäleon einfach mit ins Tor, was den Keeper von AaG Aalborg wohl zum Gedanken „Oh, hier ist ja schon ein Torhüter. Muss ich also nichts machen.“ brachte. Danach köpft er in Abwesenheit der Abwehr den Ball so schön ins Netz, als hätte er nie etwas anderes getan.

    Fast genauso unterhaltsam sind die dänischen Kommentatoren. Es klingt ein bisschen so, als würde jemand Steffen Simon ganz doll in den Bauch drücken, so das er nur noch ganz wirres Deutsch rausbekommt.

  • Kung-Fu-Schlammschlacht

    Auch in den unteren Spielklassen Italiens sind Schiedsrichter trauriger Weise so eine Art Anti-Stress-Maskottchen. Da braucht es schon einiges an Fassung, um Szenen wie die folgende beim Spiel zwischen Castel San Niccolò und Fortis Arezzo in der 9. und damit untersten italienschen Spielklasse derart durchzustehen:

    Hat der Schiedsrichter so etwas früher schon einmal durchgemacht und seitdem ein Bein aus Stahl? Wahnsinn! Schön auch, wie die Mitspieler versuchen abzuwiegeln nach dem Motto „Hey, war nicht so gemeint. Eigentlich wollte er das nicht. So ist unser Giuseppe nun mal. Wir tragen ihn jetzt weg, Ciao.“

  • Sam zaubert im Garten

    Ähnlich wie beim Sportstudio gibt es auch im Kinderprogramm der BBC eine Möglichkeit, sich mit besonders schönen Trickshots zu bewerben. Der kleine Sam (wie sollte er auch anders heißen) hat die Messlatte dafür direkt mal ordentlich hoch gelegt:

    Es ist einer dieser klassischen Momente, die jeder schonmal allein mit Ball im Hinterhof erlebt hat, nur hat es einem zu Zeiten vor Smartphones und Online-Videobeweis nie jemand geglaubt. Und das ohne Socken! Jetzt, wo Sams Talent unverkennbar für den Rest der Welt festgehalten wurde, lassen ihn seine Eltern ja vielleicht auch mit einem richtigen Fußball zwischen Kaninchenkäfig und Wintergarten spielen. Was soll denn schon groß passieren?

  • Hab ich sicher, mach du

    Der Fc Barcelona ist derzeit wieder einmal das fußballerische Maß der Dinge. Im gestrigen Spiel gegen Celta Vigo kam es in der 82. Minute zu einem Elfmeter für die Geschichtsbücher. Statt selbst sein 300. Tor in der spanischen Liga zu erzielen wurde Messis Elfmeterschuss in Cruyff-Manier zur Vorlage für Suárez, der damit seinen Hattrick perfekt machte:

    War das jetzt super lässig oder unnötige Arroganz? Es war in jedem Fall der Gnadenstoß für Celta Vigo, denn in den letzten 10 Minuten fingen sie noch 2 weitere Tore und das Spiel endete damit 6:1. Einziger kleiner Dämpfer: Das Tor hätte eigentlich nicht zählen dürfen:

    Aber bei so viel Besonderheit wollen wir mal nicht allzu kleinlich sein, immerhin war bereits schon das 3:1 von Suárez ein wahres Sahnestück:

    Ach ja und dieser Neymar ist auch nicht schlecht:

    Und noch der Vollständigkeit halber – So sah das damals bei Cruyff aus:
    [youtube id=“tJB2AUWPplY“ align=“center“ mode=“lazyload“]

    Ach ja, auch nicht schlecht war übrigens Messis kleiner Zaubertrick, hinter dem Schiedsrichter zu verschwinden:

  • Das schöne Braun


    Im vergangenen Jahr ist die Anzahl rechtsextremer Straftaten in Deutschland um ein Drittel gestiegen. Vor allem Zahl der Gewalttaten hat sich dabei sogar fast verdoppelt. Angesichts der aktuellen Stimmung in Deutschland, dürfte diese erschreckende Tendenz auch 2016 mehr als alarmierend bleiben.

    Umso wichtiger, dass dem braunen Mob in allen Facetten der Gesellschaft klar entgegen getreten wird. Gerade auch im Fußball. Mehr als vorbildlich also, dass der FC St. Pauli ein weiteres Mal für bunte Vielfalt, Toleranz und Respekt und gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art Stellung bezieht.

    „Kein Fußball den Faschisten“ ist seit Jahrzehnten auf St. Pauli Zuhause, lediglich der DFB hatte im Zuge der WM Vorbereitung seine Probleme damit. Zum Abschluss verschiedener Veranstaltungen, die der Fanladen St. Pauli rund um den internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust durchgeführt hat, wird der FC St. Pauli am Freitag zum Heimauftakt der Rückrunde in Sondertrikots mit eben diesem Slogan auflaufen. Das Trikot wird man zudem am Spieltag im Fanladen kaufen können.

  • RSC Anderlecht vs. Elfmeterkiller Gillett 0:3

    Eins ist seit diesem Wochenende klar: In FIFA17 wird man die Fähigkeiten eines Torwarts, Elfmeter zu parieren, definitiv in der Einheit Gillett messen. Und das war passiert: In der Liga-Partie RSC Anderlecht gegen den KV Machelen traten nacheinander Dennis Prat (7.), Stefano Okaka (31.) und Youri Tielemans (89.) beim Elfmeter gegen Jean Francois Gillet an. Alle drei scheiterten mehr oder weniger kläglich und es gibt einen neuen Torwart-Helden in Belgien. Ein Tor war dem RSC dann allerdings noch noch vergönnt: Sehringe Mbodji versenkte in der 94. Minute den Ball – dummerweise per Eigentor zum dann Karma-technisch hoch verdienten 1:1 Endstand. Der Videobeweis:

    Wir halten fest: Du kannst zwei Tore schießen, zusätzlich drei Elfmeter erhalten und trotzdem 1:1 spielen – danke für den Praxistest, lieber RSC!

    Sollten die Anderlechter trotz dieses kleinen Rückschlags ihren 34. Meistertitel in Belgien holen, gibt es beim Meister-Corbo für Besnik Hasi sicher einen ähnlich wertvollen Hinweis, wie einst für Jürgen Klopp.

    kloppo