Kategorie: Anstoss

Latest stories

  • Meistermacher Eden Hazard

    Foto:  BEN STANSALL/AFP/Getty Images
    Foto: BEN STANSALL/AFP/Getty Images

    Wie sein Verein Chelsea hat auch Eden Hazard eine bislang eher dürftige Saison hinter sich. Während er letztes Jahr als wichtiger Leistungsträger Tore schoß und jede Menge Torvorlagen gab, sind seine Statistiken in dieser Saison eher dünn. Dennoch sorgt er für eine Statistik, die aus Hollywood kommen könnte:

    Im Spiel gegen Crystal Palace schoß Eden Hazard das einzige Tor und machte damit den Chelsea FC zum englischen Meister. Seitdem traf er bei Heimspielen kein einziges Mal mehr. Bis gestern, exakt 365 Tage später. In der 83. Minute schlenzte er den Ball von der Strafraumkante in den Winkel, sorgte damit für den 2:2 Ausgleich gegen Tottenham und machte damit Leicester City zum englischen Meister.

  • Ein Böller, eine Fahne, ein Eishockeyspieler

    ADAM IHSE/AFP/Getty Images
    ADAM IHSE/AFP/Getty Images

    Beim gewohnt hitzigen Duell zwischen Göteborg und Malmö ist dieses Mal alles etwas ausgeufert. Malmö-Einwechselspieler Tobias Sana spielte früher bei Göteborg und wurde beim Aufwärmen deshalb nicht allzu freundlich von den gegnerischen Fans begrüßt. Immer wieder flogen Bierbecher, Feuerzeuge und diverser anderer Kleinkram, bis irgendein Vollhonk ernsthaft auf die Idee kam, einen Böller nach Sana zu werfen. Als wäre die Aktion an sich schon nicht bescheuert genug, handelte es sich dabei nicht um einen kleinen Knallteufelspaß, sondern die Explosion genügte, um den Hauptkameramann des Stadions (auf der anderen Seite!) ins Wackeln zu bringen:

    Verständlicherweise war Sana, dem zum Glück nichts weiter passierte, mehr als überdreht nach dieser Aktion und stürmte zum Auswärtsblock, schnappte sich die Eckfahne und warf sie in der Manier eines Speerwerfers zu den gegnerischen Fans. Klar, auch keine allzu geistreiche Aktion, aber in so einem Moment mehr als verständlich, dass da einige Sicherungen durchbrennen.

    Während der Böllerwurf zum Spielabbruch, inklusive wahrscheinlicher 3:0 Wertung für Malmö führte, dürfte sich Sana mit dieser Aktion ein Abo auf sein Vorkommen in diversen Vereinschroniken und Rückblicken gesichert haben. Seitens des Vereins gibt es keine Disziplinarstrafen gegen ihn. Damit war das große Durcheinander aber noch nicht vorbei!

    Ebenfalls im Stadion anwesend war der norwegische Eishockeyspieler Mats Rosseli Olsen, seines Zeichens Spieler von Frölunda HC, welche wenige Tage zuvor die schwedische Meisterschaft gewannen. Er hatte sogar den Pokal als Begleitung mitgebracht, um seinen Freund Haitam Aleesami bei IFK Göteborg spielen zu sehen. Als das Spiel unterbrochen wurde, rannte Olsen auf den Platz und lief einmal quer übers Feld, wo er ein Tor schoss und dann von Securities aus dem Stadion geführt wurde. In einem mittlerweile gelöschten Tweet schrieb er, dass Göteborg liebt und im dortigen Stadion schon immer mal treffen wollte. Ähm, okay!

  • Der cremige Kriegertanz

    Folgende Ausgangslage:

    Foto: Alex Livesey/Getty Images
    Foto: Alex Livesey/Getty Images

    1) Der AC Mailand ist einer der ganz Großen in Europa mit jeder Menge Titeln, Traditionen und großen Namen im persönlichen Geschichtsbuch. Seitdem die Fußballrentner wie Gattuso, Inzaghi und Seedorf ihre Karrieren beendeten und beim Verein vor ein paar Jahren ein Umbruch eingeleitet wurde, läuft es nicht mehr ganz so rund.

    2) Der „Haka“ ist ein ritueller Kriegstanz der Māori, der im Sport vor allem vom neuseeländischen Rugby-Team bekannt ist. Das sorgt jedes Mal für schwitzige Hände beim Gegner und Gänsehaut beim Publikum.

    Was passiert nun, wenn man beides kombiniert? Klingt erstmal nicht verkehrt und nach einem dieser Abende, wo das Giuseppe-Meazza-Stadion in roten Rauchschwaden liegt und sich dazwischen die Mannschaft mit einem Kriegstanz das letzte bisschen Motivation für einen spannenden Meisterschaftskampf holt.

    Die Realität ist aber eine andere. Der AC Milan ist eine graue Maus im Mittelfeld der Serie A, moderne Profifußballer haben es nicht allzu sehr mit einschüchternden Kriegstänzen. Mit RnB gewinnt man schließlich keinen Krieg! Eine Kosmetikmarke hielt es dennoch für eine gute Idee, als PR-Stunt die Milan-Spieler einen Haka aufführen zu lassen, dessen Teil es war, sich einzucremen. Wer das Ergebnis davon bis zum Ende durchhält, ist ein wahrer Krieger:

    Wenn man das so sieht, muss man Sandro Wagner wohl doch Recht geben: Fußballer bekommen einfach zu wenig Geld. Aua!

  • Ein ganz normales Spiel in der 2. brasilianischen Liga

    Brasilien ist die Heimat der Ballzauberer und Dribbelkünstler. Noch vor dem ersten Schluck Muttermilch haben Neugeborene hier bereits einen Ball am Fuß. Folgendes Video zeigt nun einen Ausschnitt aus einem Spiel der brasilianischen Serie B und es ist … hmmm, wie soll man sagen … es ist pure Zauberei.

  • Das Spiel des Jahres

    Vom Grad der Ereignisse hat das Fußballspiel des Jahres bereits in der Champions League der Oceania Football Confederation stattgefunden. Kurz zusammengefasst: 3:1 Führung der Heimmannschaft bis zur 87. Minute und dann kommt das große Comeback. Nebenbei gab es vom geschätzt 1,50m großen Schiedsrichter sechs rote Karten und festgehalten wurde das Ganze in einem liebevoll geschnittenen Videobeitrag – vermutlich vom Sohn des Verbandspräsidenten, der unbedingt ein Praktikum brauchte. Anschauen. Jetzt!

  • Hulk Smash!

    Beim niederländischen Spiel zwischen dem PSV Eindhoven und Willem II ging es gewohnt hitzig zur Sache. Eine Portion zu hitzig für den kolumbianischen PSV-Verteidiger Santiago Arias um genau zu sein. Als der nach etwa einer Stunde Spielzeit die gelb-rote Karte sah, hat er spontan eine Verglasung im Spielertunnel renoviert.

  • 4+7 Freunde sollt ihr sein

    Foto: Federația Română de Fotbal
    Foto: Federația Română de Fotbal

    Das Land Rumänien hat ein Problem: Die alljährliche Rate der Schulabbrecher liegt mit 18% weit über dem EU-Durchschnitt. Um dem etwas entgegen zu setzen, hat der rumänische Fußballverband eine Aktion ins Leben gerufen, um Fußball und Mathematik zu verbinden, damit Lehrpläne und Klassenzimmer zumindest etwas attraktiver werden. Als Auftakt der Aktion gab es im Training vorm Testspiel gegen Spanien eine nette Idee: Die Rückennummern der Spieler wurden kurzerhand in Matheaufgaben verwandelt. Ivan Zamorano gefällt das!

    Foto: Federația Română de Fotbal
    Foto: Federația Română de Fotbal
  • Kopfballtor vom unsichtbaren Torwart


    Es gibt Begebenheiten im Fußball, die machen eine Nachspielzeit so schön und dramatisch, als wäre es eine Nachspielzeit mit Käse überbacken. Zum Beispiel dann, wenn ein Torhüter in den letzten Sekunden den Ausgleich erzielt. So geschehen am Wochenende in der dänischen Superliga zwischen dem AGF Aarhus und AaB Aalborg.

    Torhüter Steffen Rasmussen stellt sich wie ein Chamäleon einfach mit ins Tor, was den Keeper von AaG Aalborg wohl zum Gedanken „Oh, hier ist ja schon ein Torhüter. Muss ich also nichts machen.“ brachte. Danach köpft er in Abwesenheit der Abwehr den Ball so schön ins Netz, als hätte er nie etwas anderes getan.

    Fast genauso unterhaltsam sind die dänischen Kommentatoren. Es klingt ein bisschen so, als würde jemand Steffen Simon ganz doll in den Bauch drücken, so das er nur noch ganz wirres Deutsch rausbekommt.

  • Kung-Fu-Schlammschlacht

    Auch in den unteren Spielklassen Italiens sind Schiedsrichter trauriger Weise so eine Art Anti-Stress-Maskottchen. Da braucht es schon einiges an Fassung, um Szenen wie die folgende beim Spiel zwischen Castel San Niccolò und Fortis Arezzo in der 9. und damit untersten italienschen Spielklasse derart durchzustehen:

    Hat der Schiedsrichter so etwas früher schon einmal durchgemacht und seitdem ein Bein aus Stahl? Wahnsinn! Schön auch, wie die Mitspieler versuchen abzuwiegeln nach dem Motto „Hey, war nicht so gemeint. Eigentlich wollte er das nicht. So ist unser Giuseppe nun mal. Wir tragen ihn jetzt weg, Ciao.“

  • Sam zaubert im Garten

    Ähnlich wie beim Sportstudio gibt es auch im Kinderprogramm der BBC eine Möglichkeit, sich mit besonders schönen Trickshots zu bewerben. Der kleine Sam (wie sollte er auch anders heißen) hat die Messlatte dafür direkt mal ordentlich hoch gelegt:

    Es ist einer dieser klassischen Momente, die jeder schonmal allein mit Ball im Hinterhof erlebt hat, nur hat es einem zu Zeiten vor Smartphones und Online-Videobeweis nie jemand geglaubt. Und das ohne Socken! Jetzt, wo Sams Talent unverkennbar für den Rest der Welt festgehalten wurde, lassen ihn seine Eltern ja vielleicht auch mit einem richtigen Fußball zwischen Kaninchenkäfig und Wintergarten spielen. Was soll denn schon groß passieren?

  • Hab ich sicher, mach du

    Der Fc Barcelona ist derzeit wieder einmal das fußballerische Maß der Dinge. Im gestrigen Spiel gegen Celta Vigo kam es in der 82. Minute zu einem Elfmeter für die Geschichtsbücher. Statt selbst sein 300. Tor in der spanischen Liga zu erzielen wurde Messis Elfmeterschuss in Cruyff-Manier zur Vorlage für Suárez, der damit seinen Hattrick perfekt machte:

    War das jetzt super lässig oder unnötige Arroganz? Es war in jedem Fall der Gnadenstoß für Celta Vigo, denn in den letzten 10 Minuten fingen sie noch 2 weitere Tore und das Spiel endete damit 6:1. Einziger kleiner Dämpfer: Das Tor hätte eigentlich nicht zählen dürfen:

    Aber bei so viel Besonderheit wollen wir mal nicht allzu kleinlich sein, immerhin war bereits schon das 3:1 von Suárez ein wahres Sahnestück:

    Ach ja und dieser Neymar ist auch nicht schlecht:

    Und noch der Vollständigkeit halber – So sah das damals bei Cruyff aus:
    [youtube id=“tJB2AUWPplY“ align=“center“ mode=“lazyload“]

    Ach ja, auch nicht schlecht war übrigens Messis kleiner Zaubertrick, hinter dem Schiedsrichter zu verschwinden: