Kategorie: Kurve

Latest stories

  • Nee, Montag hab ich schon was vor

    In der Südkurve des FC Bayern gab es heute einen durchaus unterhaltsamen Protest gegen Montagsspiele:

    Aktion der Bayernfans gegen Montagsspiele. Heute Abend ist bei Borussia Dortmund gegen SV Werder Bremen eine ähnliche Aktion geplant. (Info über schwatzgelb.de)

    Posted by Rasenfunk on Saturday, 2 April 2016

    Montags …

    … will ich nicht nach Bremen.
    … habe ich Schule.
    … ist Chestday. (Hahaha!)
    … stehe ich im Stau.
    … habe ich die Kinder.
    … steigern wir das bruttosozialprodukt.
    … ist auch in unteren Ligen scheiße.
    … bin ich in der Uni.
    … blockiere ich Pegida.
    … bin ich arbeiten.
    … muss ich los nach Barcelona.
    … bin ich beim Training.
    … nehmen sich schon die Blauen frei.
    … hole ich Kohle vom Amt.
    … ist Kinotag.
    … bin ich beim Training.

    Auch wenn so mancher sich schwer damit tut, das Ganze überhaupt zu verstehen…

  • Wenn aus einem Flitzer ein Rutscher wird

    Foto: Stu Forster/Getty Images
    Foto: Stu Forster/Getty Images

    Am Sonntag gab es im St. James Park ein hitziges Duell im Abstiegskampf der Premier League zwischen Newcastle United und Sunderland. Aufgrund der Brisanz des Duells war die Derbystimmung gleich dreimal so intensiv.

    Kein Wunder also, dass es beim Ausgleich in der 83. Minute durch Aleksandar Mitrović einen Fan wie magisch auf das Feld zog, um mit dem Team zu jubeln.

    Du hast es also geschafft. In einem Spiel der Premier League stehst du auf einmal auf dem Platz deines Herzensvereins, um mit dem Team zu jubeln. Und dann …

    Aber alles gut, hinterher gab es immerhin noch eine innige Umarmung ganz ohne hinfallen:

    Foto: Stu Forster/Getty Images
    Foto: Stu Forster/Getty Images

  • Fußballkultur ist mehr als ein 2:0-Sieg


    Während des Spiels zwischen Borussia Dortmund und Mainz 05 kam es im Stadion zu zwei tragischen Vorfällen, bei der zwei Zuschauer reanimiert werden mussten. Eine Person hat es dabei leider nicht geschafft und verstarb. Die Nachricht machte im Stadion schnell die Runde, woraufhin Fans beider Lager umgehend den Support einstellten und das Schweigen vorzogen.

    Ab der 89. Minute holten die Fans im gesamten Stadion nach langer Stille kollektiv ihre Schals raus und singen für die Angehörigen des heute auf der Süd verstorbenen Fans „You’ll never walk alone“. Wahnsinnige Bilder bereits während des Spiels …

    … und auch nach Abpfiff, als sich die Mannschaft des BVB noch einmal geschlossen vor die Südtribüne stellte:

    You'll never walk alone.

    Posted by Borussia Dortmund on Sunday, 13 March 2016

    Auch während der Live-Übertragung nach der Geisterspiel-Stimmung ein absoluter Gänsehaut-Moment:

    Es zeigt auf beeindruckende Weise, dass es Dinge gibt, die weitaus größer als Fußball sind. Aber auch, dass Fußballkultur weitaus mehr als ein 2:0-Sieg ist.

    Herzliches Beileid an die Angehörigen des verstorbenen Fans.

  • Gänsehaut made in Liverpool

    Foto: PAUL ELLIS/AFP/Getty Images
    Foto: PAUL ELLIS/AFP/Getty Images

    Es gab Zeiten, da hatten Duelle zwischen Liverpool und Manchester United größeren Stellenwert, dennoch war das Spiel in der Europa League am vergangenen Donnerstag etwas ganz besonderes: Es war die erste Begegnung beider Vereine auf europäischer Ebene.

    Nach zuletzt vier Niederlagen gegen den Erzrivalen aus Manchester, konnte Liverpool überzeugend gewinnen und hat gute Chancen auf einen Einzug ins Viertelfinale der Europa League. In der Pressekonferenz hob Jürgen Klopp noch einmal hervor, welchen Anteil auch das Publikum an diesem Sieg hatte:

    The atmosphere tonight was unbelievable. It was really great and I want to say thank you to everybody that was involved in this atmosphere. It was easy to enjoy from the first until the last second. That was Liverpool how I knew it before I came here, so that was really, really great.

    Thank you for this.

    Und wer wissen möchte, wovon Klopp da spricht, möge sich einmal dieses Video anschauen und ein bisschen Gänsehaut dabei bekommen:

  • Zündelgeburtstag

    Am vergangenen Wochenende hatte der serbische FK Roter Stern Belgrad sein 71. Jubiläum. Im Heimspiel gegen Jagodina begannen deshalb pünktlich in der 71. Minute die Geburtstagsfeierlichkeiten in Form von Pyros. Genauer gesagt in Form von JEDER ZÜNDET IRGENDWAS AN! Das Ergebnis sind wahnsinnige Bilder, erst recht weil die Spieler inmitten dieser Pyro-Party einfach so weiterspielen, als wäre es das Normalste der Welt.

    Zugegebenermaßen ist es das in Belgrad ja auch ein bisschen. Im Berliner Kurier erschien gestern ein sehr interessanter Artikel über den Ausnahmezustand des Belgrader Derbys. Der schönste Satz dabei ist:

    Die Fans beider Klubs „sehen aus wie Hoden mit Zähnen“, meint unser Taxifahrer und schmeißt uns unweit des Tito-Mausoleums aus seiner klapprigen Kiste.

  • Die Grammatikwölfe

    Einige Fans des VFL Wolfsburg wollten im Spiel gegen Mönchengladbach eigentlich den Erzrivalen Braunschweig provozieren, leider hat beim Banner basteln ein kleiner Fehler gewesen sein:

    Am Sonntag kam aus der Braunschweiger Kurve dann die direkte Antwort:

    Hihi.

  • König der Löwen

    Laut der Süddeutschen Zeitung der jordanische Gesellschafter Hasan Ismaik am Freitagabend vor ausgewählten Fans in einem Landgasthof seine neuesten Pläne für den Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München präsentiert. Es gleicht fast einer Comic-Vorlage dafür, wovor Fans traditionsreicher Mannschaften Angst haben, wenn plötzlich überdrehte Investoren am Regler sitzen. Bevor wir uns also einen genaueren Blick auf die Pläne des Investoren werfen, eine kurze Erinnerung daran, dass 1860 seit dem 6. Spieltag beinahe durchgängig mit aktuell 15 Punkten auf dem vorletzten Platz der Tabelle der 2. Bundesliga steht.

    Das der TSV 1860 München nie wirklich gern in der Allianz Arena spielte, dürfte klar sein. Doch wohin stattdessen? Löwen-Fans wollen am liebsten eine Rückkehr ins alte Grünwalder Stadion. Genau das hat Investor Ismaik auch vor. Allerdings nur kurzfristig. Das eigentliche Ziel ist nämlich ein Stadion-Neubau im Münchner Stadteil Riem. Pläne dafür wurden sogar schon mit Oberbürgermeister Dieter Reiter besprochen, welcher sich für eine (planerische, nicht finanzielle) Unterstützung offen zeigte.

    Klingt an sich ja ganz nett, wird aber doch auch ein bisschen verrückt. Die Allianz Arena ist zu groß für den TSV 1860 München, wie viele Plätze soll also die neue Arena bekommen? 52.000! Oh. Aber vielleicht geht es den Löwen ja eines Tages wieder sehr viel besser und es ist angebracht, gleich derart groß zu denken. Und wenn es dann so weit ist, gibt es noch ein weiteres Schmankerl direkt neben dem Stadion: Ismaik plant einen Löwen-Zoo. Aus seiner Löwenfarm in Kenia sollen zahlreiche Tiere nach München gebracht werden. Genauer gesagt sollen alle Löwenrassen der Welt vertreten sein, wobei die jeweiligen Tiere dann die Namen legendärer Spieler bekommen sollen. Ismaik bekräftigte, dass diese Pläne bereits sehr konkret und unabhängig der Spielklasse sein. Vielleicht findet sich bald ja noch jemand, der einen Jurassic Park neben die Arena des HSV baut. Die Fankurve reagierte am Wochenende jedenfalls mit dem sehr passenden Banner: „Nach Affenzirkus nun Löwenzoo!“ Mehr dazu bei der blauen 24.

  • Grüße von Shaq

    Das Team von Northampton Town ist aktueller Tabellenführer in der 4. englischen Liga und sorgt damit für Fans rund um die Welt für große Euphorie. Rund um die Welt? Ja richtig, denn einer iher (im wahrsten Sinne des Wortes) größten Supporter ist Shaquille O’Neal, der es nach eigenen Aussagen kaum Abwarten kann, endlich mal Sixfields zu besuchen.

    PS: In der Saison 2008/09 stand ein gewisser 19-Jähriger namens Ron-Robert Zieler für 2 Spiele im Tor von Northampton Town.

  • Ein äußerst junges Tor des Monats

    Der neunjährige George Shaw leidet unter Zerebralparese, einer schweren Form von Bewegungsstörungen. Als ein Video von ihm die Runde machte, in dem er Tricks trainiert und dabei ein Trikot Gerard Deulofeu trägt, lud ihn genau dieser ins Stadion des FC Everton ein. Zur Halbzeitpause beim Spiel gegen Swansea City wurde George der Traum erfüllt, einmal ein Tor im Goodison Park zu erzielen.

    Young Blue George scores at Goodison Park

    Here's the moment nine-year-old George, who has cerebral palsy, scored at the Gwladys Street End after being invited to the game by his hero Gerard Deulofeu.

    Posted by Everton Football Club on Sunday, 24 January 2016

    Damit nicht genug, denn sein Tor wurde mit stolzen 86% von Fans des FC Everton zum Tor des Monats gewählt!

    Glücklicherweise wurde auch seine Reaktion auf die Bekanntgabe festgehalten. Hihi.

    George's Reaction To Winning Goal of the Month

    VIDEO: Here's how delighted nine-year-old George Shaw reacted to winning our January Goal of the Month poll! #EFC

    Posted by Everton Football Club on Wednesday, 10 February 2016

    PS: George wird von der Organisation Stick ’n‘ Steps unterstützt, für die ihr hier spenden könnt.

  • Der Mann im Glaskasten

    Welch dämliche Idee es war, die VIP-Box oberhalb des Gästeblocks zu nehmen, merkt man erst so richtig, wenn die Auswärtsmannschaft innerhalb von wenigen Minuten das Spiel dreht. So geschehen beim 2:1 Auswärtssieg von Sheffield Wednesday bei Birmingham City. Die Bühne ist also ehrlicher englischer Zweitliga-Fußball und Hauptakteur ist „a stunned Brummie“, wie unsere Freunde von Sheffield Wednesday den Kollegen getauft haben, bevor sie das Video auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal veröffentlicht haben.

    Bleibt am Ende des Tages eine Frage: Gilt sein leerer Blick dem Geschehen auf dem Platz oder der Stabilität der Scheibe?

    yt

  • Aber die stinken doch voll!

    Der Besuch von Juventus Turin im Mönchengladbacher Borussia Park war übrigens nicht nur auf Seiten der Borussia eine Besonderheit. Torwartlegende Gianluigi Buffon fand bereits in seiner frühen Kindheit den Namen „Borussia Mönchengladbach“ so kompliziert und unaussprechbar, dass er seitdem Sympathien für den Verein hegt.

    Nachdem er gestern Abend im Spiel alles dafür tat, dass Mönchengladbach nicht über einen Punkt hinaus kam, wollte er nach Abpfiff noch etwas dafür tun, um diese (leicht sonderbare, aber höchst sympathische) Freundschaft zwischen Verein und ihm zu festigen.

    So lief er nach dem Spiel in die Nordkurve um dort mit Fans seine Handschuhe gegen einen Borussia-Schal zu tauschen.

    Und was taten die Fans am Zaun? Schickten ihn weg. Also zuckte er mit den Schultern und zog mit seinen Handschuhen wieder von dannen.

    Kannste dir nicht ausdenken. Unterdessen brachen weltweit die Herzen tausender Fußballromantiker. Aber immerhin gab es noch ein halbwegs versöhnliches Ende. Vertreter der Ultraszene entschuldigten sich für die mangelnde Gastfreundschaft und überreichten ihm vor der Rückreise mit dem Mannschaftsbus noch einen Schal.

    (Screenshots via rp-online)

  • 851 Tage Vorbereitung und 7 kaputte Nähmaschinen

    Während die Fans von Dynamo Dresden für gewöhnlich eher für negative Schlagzeilen bekannt sind, ist es schön mal eine positive Abwechslung zu sehen. Und was für eine! Vor dem Spitzenspiel der dritten Liga gegen den FC Magdeburg breiteten die Fans eine durchgängige, 450 Meter lange (!) Blockfahne aus. Die größte Choreografie, die es jemals in einem europäischen Stadion gegeben hat. 851 Tage Vorbereitungszeit, 70 Kilometer Fäden und sieben verschlissene Nähmaschinen brauchte es für dieses Wahnsinnsbild. Und siehe da, es hat sich gelohnt: Dynamo hat sich mit einem 3:2 an die Tabellenspitze der dritten Liga geschossen. Das ist mal ein Timing!

    PS: Da wirkt ein halbleeres Stadion zur Champions League gleich noch trauriger, wenn man sieht was woanders am frühen Nachmittag in der dritten Liga möglich ist.

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