Kategorie: Originale

Latest stories

  • Angekommen

    401 Pflichtspiele hat Stuart Pearce in den Jahren 1985 bis 1997 für Nottingham Forest bestritten. Nun ist er als Trainer zurück an seiner alten Wirkungsstätte. Wie es sich anhört, wenn man als Clublegende als neuer Trainer zum ersten Mal aus den Katakomben auf den Platz kommt, kann man oben im Video sehen.

  • Flachkopfball

    Kickers Würzburg Stürmer Christopher Bieber lebt mit seinem Nachnamen in keiner einfachen Zeit. Keine Frage also, dass er sich auf dem Platz umso mehr beweisen will. Im Regionalligaspiel gegen Wacker Burghausen gelang ihm am Wochenende wohl auch deshalb ein Tor von unvergleichlicher Klasse. Aufgepasst:

    Das Spiel endete übrigens 4:0 wobei Christopher Bieber einen Dreierpack beisteuerte.

  • Mit 15 in der ersten Liga

    Was macht man so mit 15? Twerken? Minecraft? Billiger Eistee in rauen Mengen? In der norwegischen Tippeligaen scheint das anders zu sein. Der 15jährige Martin Ødegaard von Strømsgodset spielt sich dort in die Herzen der Fans. Von seinen Eltern hat er die Auflage, dass er erst mit 16 ins Ausland darf. Mal schauen was dann aus ihm wird. Bei der nächsten WM wäre er immerhin schon 19 und könnte Norwegen zum Titel schießen.

  • Gestochene Titel

    BVB Maskottchen Kevin Großkreutz hat seinen Weltmeisterurlaub für einen Tattootermin genutzt und sich seine Erfolge der letzten Jahre auf dem Schulterblatt verewigen lassen. Mit den Worten „Die Titel nimmt mir keiner mehr!“ präsentierte er das Werk bei Instagram:


    Die Outlines und Schatten sehen zwar eher nach Vizemeisterschaft hin, aber Falsche Neun gratuliert dennoch zum neuen Tattoo! Nebenbei erwähnt beweist Kevin auf Instagram übrigens auch gerne Mal Humor:

  • Gangsta’s Paradise

    Entsprechend seiner brachialen Abwehrarbeit aus den frühen Neunzigern hat sich Pepe scheinbar auch in dieser Zeit Inspiration für seine neue Frisur gesucht. Während der aktuellen USA-Tour von Real Madrid präsentierte er auf Instagram seinen neuen Coolio-Look und riskiert damit erstmals eine rote Karte für seine Frisur:

    Sehr schön ist auch der Blick von Iker Casillas. Eine Mischung aus Ungläubigkeit und „Haha Pepe wieder“.

  • Der Empfang vorm Empfang


    Am Morgen lief bei mir nebenbei das ARD Morgenmagazin und die Moderatoren gaben die ganze Zeit die Koordinaten von Lufthansa Sonderflug LH 2014 durch und bemühten sich dabei, zwischen absoluter Euphorie und „Haha, wir berichten gerade über ein Flugzeug“ zu pendeln. Eigentlich schon schade, wenn man sich den Empfang nicht auch aus nächster Nähe anschaut. Andererseits dürfte die Fanmeile und alles rundherum Szenen aus „Der Superstau“ aus dem Jahre 1991 ähneln. Nur eben mit Menschen. Überall!

    Als sich der Flieger gerade Paris befand, trudelte eine Mail von adidas ein. Man hätte noch einen Platz im bequemen Bereich der Fanmeile. Ha! Endlich zahlt es sich aus, dass Falsche Neun Deutschlands versiertestes und feinsinnigstes Fußballmagazin ist.

    Nach einer Odyssee durch mehrere Polizeisperren stehe ich plötzlich in einem kleinen Bereich hinter dem Brandenburger Tor. Während davor 400.000 Menschen bei Laune gehalten werden und auf die Mannschaft warten, hat man hier einen Fernseher aufgebaut um zu verfolgen, wo das Team denn gerade ist. Klaus Wowereit hat sich ein, zugegebener Maßen etwas spannendes, Trikot unter sein Sakko gezogen und bekommt dafür allerhand Witze von Renate Künast zu hören während beide neben dem goldenen Buch der Stadt Berlin postiert sind. Das ist übrigens gar kein sooo besonderes Buch, sondern nur das Gästebuch der Stadt. Die Seite wird am Ende trotzdem sehr schön aussehen.

    Allerhand Offizielle des DFB eilen neben wenigen C- bis F-Prominenten hin und her und mit jedem Meter dem sich der offene Mannschaftsbus nähert, wird die Stimmung angespannter. Gleich werden sich hier die Weltmeister tummeln und über eine Metalltreppe Marke Autoscooter auf die Bühne vorm Brandenburger Tor stürmen.

    Als man auf dem Fernseher sieht, wie der Bus vor der letzten Kurve ist hört man schon von weitem, wie es immer laut ist. Hat was, wenn man mal von überall so viel Freude auf den Straßen hört. Als dann der Bus auf „Unter den Linden“ abbiegt, kann man zwar die Spieler noch nicht erkennen, der Pokal leuchtet aber schon von weitem. Ist das wirklich wahr? Weltmeister?

    Als der Bus vorm Bauzaun hält und die Securities die Spieler in den Backstage Bereich zum Gästebuch der Stadt lotsen, wird relativ schnell klar, dass keiner der Spieler die Sonnenbrille wegen der Sonne trägt. Sagen wir mal wegen der ähhh … langen Flugeskapaden, die bei einigen auch grundlegende motorische Fähigkeiten schwierig zu machen scheint. Per Mertesacker jedenfalls scheint in seiner Eistonne nicht nur Eis gehabt zu haben.

    Während alle sich langsam aufreihen, um Herrn Wowereit die Hand zu schütteln und den Namen in das Gästebuch zu setzen, stürmt Shkrodan Mustafi nach vorne, während alle anderen noch ein kurzes Gruppenfoto machen. „Mach allein, Musti!“ rufen alle und es ist ein wenig sinnbildlich für diese Chemie, im Team die man sofort spürt. Gut, wahrscheinlich wäre in jedem Team ein hervorragender Teamgeist, wenn man zuvor zwei Stunden mit dem WM-Pokal durch Berlin mit zehntausenden an der Straße gefahren ist.

    Bei näherer Beobachtung merkt man aber, welche Rollen so einige im Team haben. Es gibt zum Beispiel die ruhigen, überlegten wie Philipp Lahm, Miroslav Klose, Mats Hummels oder Toni Kroos, der sich bereits Real Madrid Witze gefallen lassen durfte. Dann gibt es die emotionalen Leader hinter den Kulissen wie Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Manuel Neuer oder Per Mertesacker, die die ganze Zeit umher schwirren und immer einen Spruch auf den Lippen haben. Allen voran natürlich auch Lukas Podolski der gefühlt zehn Energy Drinks intus hat und in Kevin Großkreutz den perfekten Kumpanen gefunden hat, nicht zuletzt weil beide brennende Anhänger des 1. FC Kölns sind.

    Dann gibt es da noch die ruhige, stylische Fraktion die eine Mischung aus Fashion Week und P1-Gästeliste sind: Sami Khedira, Jerome Boateng, Mario Götze oder Mesut Özil. Am schönsten allerdings ist es natürlich die Gesichter derer zu sehen, die am wenigsten von allen damit rechneten, am 15. Juli am Brandenburger Tor zu stehen: Shkrodan Mustafi und Christoph Kramer wird man grob geschätzt die nächsten 4 Jahre nicht mehr ohne breites Grinsen im Gesicht zu sehen bekommen.

    Bevor sie in Campo-Bahia-WG-Grüppchen auf die Bühne gehen, bekommen alle Spieler einen kleinen brazuca in die Hand gedrückt. Ein sehr amüsantes Bild, wenn man über 20 wartenden frisch gekrönten, wartenden Fußballweltmeistern einen kleinen Fußball in die Hand drückt. Still halten konnte da keiner so recht. Ausser vielleicht Per Mertesacker. Aber aus anderen Gründen. Hustensaft oder so.

    SAMSUNG CSC
    Die Geräuschkulisse ist natürlich auch hinter dem Brandenburger Tor Wahnsinn. Was muss das für ein Gefühl sein, da jetzt raus zu gehen? Nach einer Stunde voller Tanzeinladungen und Lobpreisungen darf Helene Fischer noch mal ran. Sie ist übrigens kaum größer als 1,40m und mir ist es nach wie vor unverständlich, warum in Sachen Fußball Deutschland Weltspitze ist, in der Musik dazu aber alles andere als das. Für den adidas WM-Spot „The Dream“ zum Beispiel gab es einen exklusiven Soundtrack von Kanye West. Das wäre doch mal was gewesen. Aber zu „Stronger“ kann man ja nicht so gut mitgröhlen, ok ok.


    Als die Party auf der Bühne vorbei ist, eilen die Spieler zurück. Zwei Busse stehen bereits bereit, welche Spieler und Betreuer direkt zurück zum Flughafen und damit in den wohlverdienten Urlaub bringen. Bundesliga Präsident Reinhard Rauball schüttelt allen Spielern noch einmal fleißig die Hände und wünscht einen schönen Urlaub. Das Grinsen in seinem Gesicht ist verständlich. Am 22. August geht es wieder los und dann ist er Präsident der Liga mit den meisten Weltmeistern. Hat was.

    Bevor die Spieler in den Bus einsteigen, gibt es noch ein paar High Fives und auf einmal habe ich eine Hand am Pokal. Was für ein denkwürdiger, geschichtsträchtiger Tag, der mit Flugkoordinaten vorm Fernseher beim Morgenmagazin anfing und dann zu einem Tag wurde, dem man Enkeln noch erzählen würde. Von damals, 2014 als die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister wurde, denn da hatte man schließlich noch Typen im Team.

    Alle Fotos wurden mit einer Samsung Galaxy NX gemacht.

  • Feierbiest Lionel

    Martin Demichelis zeigte nach dem erfolgreichen Einzug ins WM-Finale (und dem erfolgreichen imaginären Mittelfinger an Louis van Gaal) ein Foto aus der Kabine:

    Nur einer fehlt! Lionel Messi! Der saß derweil bei der Dopingprobe und sendete von dort emotionale Grüße:

    Schaut eigentlich so aus, als wäre Messi ganz klassisch gerade auf Abschlussfahrt am Gardasee und hätte Pfeffi für sich entdeckt. Vorm Spiel gab es übrigens noch ein sehr hübsches Gänsehautvideo von ihm aus dem Hause adidas:

    [youtube id=“TgM6Nr0xzBk“ align=“center“ mode=“lazyload“ autoplay=“no“]

  • Eine Frage von Zentimetern

    Sollte der chilenische Stürmer Mauricio Pinilla mehrere Spiegel in der Wohnung haben, wird er nun für den Rest seines Lebens an einen bestimmten Moment dieser Weltmeisterschaft erinnert werden. Im Achtelfinale gegen Brasilien setzte er in der 119. Minute einen Schuss an die Latte und entging mit seiner Mannschaft nur knapp einem kleinen Fußballwunder.

    Und wie verarbeitet man so eine höchst emotionale Berg- und Talfahrt am besten? Richtig, man lässt sich das Ganze auf den Rücken tätowieren:

    „One centimeter from glory“ hach … Neben der Schriftart beim Stirntattoo und den einzigartigen Schattierungen des Tornetzes wurde übrigens auch bei der Vorlage höchst professionell gearbeitet:

  • Per Mertesacker und die Eistonne

    Im Interview unmittelbar nach dem gestrigen, alles andere als glamourösen, Spiel gegen Algerien schien Per Mertesacker nicht sonderlich happy über die Fragen eines ZDF-Reporters. Einerseits endlich mal ein Fußballer der keine durch Mediaschulungen vorgekaute Antworten darüber gibt, dass „die Mannschaft immer im Fokus ist“ und auf Konfrontationskurs gibt. Andererseits ist es aber auch ein wahnsinnig unsouveräner Umgang mit berechtigt kritischen Fragen, die eben mal nicht davon handelt, wie gut und gelassen die Stimmung im Campo Bahia ist.

    Wie auch immer, erstmal in die Eistonne jetzt.

  • Machs gut El Piojo

    Mit diesem Kick in Street Fighter Manier brach Klaas Jan Huntelaar gestern Abend Millionen von mexikanischen Fußballherzen:

    Das bedeutet zum einen, dass Mexiko bereits zum 6.(!) Mal in Folge im WM-Achtelfinale ausgeschieden ist und zum anderen, dass die WM ohne ihre menschgewordene Cola-Mentos-Mischung Miguel Herrera auskommen muss.

    Traurig aber wahr. Grund genug für eine kleine Sammlung zu Ehren El Piojos.

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