Kategorie: Originale

Latest stories

  • Eine Frage von Zentimetern

    Sollte der chilenische Stürmer Mauricio Pinilla mehrere Spiegel in der Wohnung haben, wird er nun für den Rest seines Lebens an einen bestimmten Moment dieser Weltmeisterschaft erinnert werden. Im Achtelfinale gegen Brasilien setzte er in der 119. Minute einen Schuss an die Latte und entging mit seiner Mannschaft nur knapp einem kleinen Fußballwunder.

    Und wie verarbeitet man so eine höchst emotionale Berg- und Talfahrt am besten? Richtig, man lässt sich das Ganze auf den Rücken tätowieren:

    „One centimeter from glory“ hach … Neben der Schriftart beim Stirntattoo und den einzigartigen Schattierungen des Tornetzes wurde übrigens auch bei der Vorlage höchst professionell gearbeitet:

  • Per Mertesacker und die Eistonne

    Im Interview unmittelbar nach dem gestrigen, alles andere als glamourösen, Spiel gegen Algerien schien Per Mertesacker nicht sonderlich happy über die Fragen eines ZDF-Reporters. Einerseits endlich mal ein Fußballer der keine durch Mediaschulungen vorgekaute Antworten darüber gibt, dass „die Mannschaft immer im Fokus ist“ und auf Konfrontationskurs gibt. Andererseits ist es aber auch ein wahnsinnig unsouveräner Umgang mit berechtigt kritischen Fragen, die eben mal nicht davon handelt, wie gut und gelassen die Stimmung im Campo Bahia ist.

    Wie auch immer, erstmal in die Eistonne jetzt.

  • Machs gut El Piojo

    Mit diesem Kick in Street Fighter Manier brach Klaas Jan Huntelaar gestern Abend Millionen von mexikanischen Fußballherzen:

    Das bedeutet zum einen, dass Mexiko bereits zum 6.(!) Mal in Folge im WM-Achtelfinale ausgeschieden ist und zum anderen, dass die WM ohne ihre menschgewordene Cola-Mentos-Mischung Miguel Herrera auskommen muss.

    Traurig aber wahr. Grund genug für eine kleine Sammlung zu Ehren El Piojos.

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  • Volley ins Fussballherz

    Und schon hat die WM ihre nächste schöne Geschichte. Vor 2 Jahren hat James Rodríguez noch ein Fan-Foto mit Cristiano Ronaldo gemacht, jetzt lässt er ihn bei der WM im Rückspiegel und schießt Kolumbien zum ersten Mal in der WM-Geschichte ins Viertelfinale.

    Kurz gesagt: 4 Spiele, 5 Tore und 2 Vorlagen. Wahnsinnstyp!

  • Die USA werden Weltmeister

    Hulk Hogan war den ganzen Tag pumpen. Nicht etwa, weil er das in seinem mittlerweile 128jährigen Leben jeden Tag so macht. Sondern weil er wegen der FUSSBALLMANNSCHAFT DER USA VERDAMMT NOCH MAL AUFGEPUMPT IST! Als neuer, größter Fan der US-Teams war er sich sicher, dass sie die deutsche Nationalmannschaft weghauen werden.

    Okay, kam nicht ganz so. Ich denke es lag daran, dass das Team die Videobotschaft nicht rechtzeitig erhielt. Spätestens nach dem Spiel dürfte es allerdings so weit gewesen sein. Und mal ganz ehrlich, mit Hulk Hogan im Rücken müssen die USA Weltmeister werden. (Oder sehr alt und braun) Hier sein Videogruß:

    [youtube id=“sGeZxgatmRs“ align=“center“ mode=“lazyload“ autoplay=“no“]

    Mit Dank an Erwin für den Hinweis.

  • Vitaminreich

    Mein Mitgefühl an all die gebrochenen Fußballherzen der Elfenbeinküste! Vor allem aber an Torwart Boubacar Barry, der vor Freude über den Führungstreffer in den Rasen gebissen hat. OMNOMNOMNOM!

  • Erhabenes Nackenhaar

    Was für eine WM! Man hatte ja ein wenig Angst, dass man mittlerweile von hochklassigem Vereinsfußball in Champions League und Co. derart verwöhnt ist, dass auf Länderebene schon Einiges passieren muss, damit man wirklich begeistert ist. Und siehe da, so schlimm wie es auf einigen Nebenschauplätzen vor der WM zuging (und immer noch zu geht), so toll geht es auf sportlicher Ebene zu.

    Und das war ja erst der Anfang! Die Aussicht auf das Achtelfinale macht da gleich noch mehr Konfetti im Kopf! Brasilien gegen Chile und Niederlande gegen Mexiko! Huiuiui!

    Im ersten Spiel gibt es wahrscheinlich einen Spielabbruch vor Anpfiff, weil die Fans beider Mannschaften die Hymnen so laut singen, dass das Stadion kollabiert. Und im zweiten Achtelfinale läuft alles auf einen Wrestlingkampf beider Trainer heraus.

    All das habe ich jetzt eigentlich nur aufgeschrieben um auf diesen Schnappschuss von Mexikos Trainer Miguel Herrera zu kommen:

    Was für eine wahnsinnige Bindung dieser Mann zu seinen Spielern zu haben scheint. Wahrscheinlich deshalb, weil er einfach schon immer cool war. Auch als er noch als Aktiver gegen den Ball getreten hat. Ein eindeutiger Beweis dafür:

    Sollte Mexiko das Viertelfinale erreichen wird ihm wahrscheinlich während des Jubelns dieser großartige Vokuhila aus dem Kopf geschossen kommen.

    (via)

  • Hätten wir das auch geklärt

    Achtung, super Wortspiel: Bei der WM treffen nicht nur Länder sondern auch Welten aufeinander. Am Mittelkreis vom Spiel Argentinien gegen Iran trafen sich zur Wimpelübergabe beispielsweise der beste Spieler dieses Jahrtausends und ein alternder Mittelfeldspieler von al Kuwait SC. Und wie nutzt man so einen magischen Moment am besten, bevor er blitzschnell vergeht und nie wieder kehrt?

    Richtig, schon vorm Anpfiff den Trikottausch klar machen.

  • Luis Suarez macht alles kaputt


    Illustration: Eight by Eight Magazine

    Das Schöne an großen Turnieren wie der aktuellen Fußballweltmeisterschaft ist ja, dass es immer wieder kleine Fakten und Geschichten gibt, die plötzlich zu einer großen Sache werden. Ein hervorragendes Beispiel dafür gab es im gestrigen Spiel zwischen England und Uruguay.

    Vor vier Wochen saß Luis Suarez nach einer Meniskus-OP noch im Rollstuhl. Mit sehr viel Kamillentee und Wunderhänden (anders kann man es wohl kaum erklären) konnte er gegen England wieder auf dem Platz stehen. Und siehe da, nachdem er in diesem Jahr Torschützenkönig und Spieler des Jahres in der englischen Premier League wurde, sorgte ausgerechnet er mit zwei Toren dafür, dass England aller Wahrscheinlichkeit nach die Vorrunde nicht überstehen wird. Es war übrigens das erste Mal, dass England gleich beide Auftaktspiele verlor.

    Dürfte ein komischer Moment werden, wenn er nach der WM zurück in Liverpool in der Kabine sitzt.

  • Pokertisch statt Fussballplatz

    Entgegen aller Vermutungen vorab sind bei der deutsche Nationalmannschaft bereits nach einem WM-Spiel sämtliche Sturmsorgen verflogen. Während die ganze Welt über Thomas Müller staunt, scheint die Kritik, dass man nur mit einem richtigen Stürmer nach Brasilien gereist ist, plötzlich wie verflogen. Vergessen ist die Verwunderung darüber, dass Max Kruse trotz respektabler Leistungen nicht mit durfte.

    Angeblich lag es ja gar nicht an seinen Leistungen, sondern an disziplinären Schwierigkeiten abseits vom Platz. (Genauer gesagt im Hotelzimmer, noch genauer gesagt im Hotelbett.) Und was macht der Lauser Max Kruse nun an Stelle seiner WM-Teilnahme? Erstklassige Imagepflege!

    Er steht derzeit in Las Vegas im Finale der World Series of Poker! (Und trägt dabei stilecht einen Hoodie mit M16 der fürchterlichen Marke „DEFEND Paris“) Mehr dazu hier.

    Foto: Jayne Furman / via

  • Joe Biden zu Besuch

    Politik und Fußball geben sich gerne Mal medienwirksam die Hand. Das zeigen die gefühlt 500 Angela-Merkel-Selfies aus der deutschen Kabine wohl am besten. Aber auch bei der Mannschaft aus den USA gab es hohen Besuch nach dem Spiel. Vizepräsident Joe Biden beglückwünschte das Team und überzeugte nicht nur durch generelle Coolness, sondern eine enorme Fähigkeit für lässige Handshakes.

    Unterhaltsamer Bonus ist seine schüchterne Enkelin die mit dem Raum voller halbnackter Männer etwas überfordert scheint, dann aber dem Nationaltorwart vorgestellt wird, da sie schließlich auch Torhüterin ist. Hihi.

  • Was Zlatan während der WM so macht

    Eine WM ohne Zlatan ist wie Studentenfutter ohne Rosinen. Eigentlich ganz gut, aber in manchen Momenten fehlt dann eben doch etwas. Was macht Herr Ibrahimovic währenddessen eigentlich? Er treibt sich in den USA rum und macht unangenehme TMZ-Reporter platt.