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  • Ewald Lienen und der ostwestfälische Expressionismus

    Artwork: Henning Heide

    Vom 29. Juni bis zum 02. Juli findet zum siebten Mal die Millerntor Gallery statt. Für vier Tage verwandeln Viva con Agua und der FC St. Pauli das Millerntor in eine riesige Kunstgalerie. Grund genug, um uns mit dem neuen technischen Direktor des FC St. Pauli, Ewald Lienen, nicht (nur) über Fußball sondern auch über Kunst zu unterhalten.

    Lieber Herr Lienen , eigentlich soll es in diesem Interview um Kunst im Fußball-Stadion gehen und wie der FC St.Pauli und Viva con Agua im Rahmen der Millerntor Gallery Gutes tun. Jedoch können wir uns zwei fußballspezifische Fragen nicht verkneifen. Wie würden Sie jemandem, der bisher keinerlei Information zum Verlauf der letzten Spielzeit des Magischen FC hat, die Saison aus ihrer Sicht erklären?

    Wir sind am Ende auf einem sehr guten siebten Tabellenplatz gelandet, aber haben sehr, sehr lange Zeit auf dem letzten Tabellenplatz gestanden und konnten durch eine unglaubliche Rückrunde den siebten Tabellenplatz erreichen.

    In der kommenden Saison werden Sie als technischer Direktor arbeiten und räumen die Trainerbank für Olaf Janßen. Was wird den Funktionär Ewald Lienen vom Trainer Ewald Lienen unterscheiden?

    In erster Linie kümmere ich mich um andere und vielfältige Aufgabenbereiche, die mit der langfristigen Ausrichtung und Entwicklung des Clubs zu tun haben und für mich hochinteressant sind. Aber natürlich werde ich auch eine gewisse Nähe zur Profimannschaft behalten.

    Fußballer, die sich für Kunst und Kultur interessieren kann man fast an einer Hand abzählen. Inwiefern interessierte sich der “etwas andere” Fußball-Profi Ewald Lienen für solche Dinge?

    Als Schüler hat mich der französische Impressionismus fasziniert. Maler wie Claude Monet, Édouard Manet und Pierre-Auguste Renoir waren meine Helden.
    Später gefiel mir der deutsche Expressionismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Spieler habe ich diese Liebe beibehalten, aber nicht sehr viel mit Kunst zu tun gehabt. Erst in den letzten Jahren bin ich in meiner Bielfelder Zeit durch eine Ausstellung in der Bielfelder Kunsthalle auf den ostwestfälischen Expressionismus aufmerksam geworden und habe mich dafür interessiert. In erster Linie hat mich Malerei begeistert.

    Artwork: Noah Felk

    Waren Sie selbst schon mal so richtig künstlerisch aktiv? Also jenseits des Rasens.

    Da ich künstlerisch vollkommen unbegabt bin: Nein!

    Können Sie denn beschreiben, was gute Kunst für Sie ist?

    Der Kunstbegriff ist dermaßen umfassend und vielfältig, dass es sehr schwer ist, darauf eine Antwort zu geben. Kunst sollte für mich in erster Linie authentisch sein und die Gefühle und Gedanken und Intentionen des Künstlers widerspiegeln. Dem sind naturgemäß keine Grenzen gesetzt.

    Gibt es ein Kunstwerk in Ihrem Leben, das Sie beeindruckt oder inspiriert hat?

    Die französischen Impressionisten hatten es mir angetan. Bei einem Besuch in Paris habe ich mir an den Wänden des Musée de l’Orangerie die imposanten Seerosenbilder von Claude Monet angeschaut. Das hat mich sehr beeindruckt.

    Foto: Laura Müller

    Mit dem diesjährigen Thema YOUTOPIC, möchten die Macher der Millerntor Gallery künstlerisch den individuellen sowie gesellschaftlichen Willen zur positiven Veränderung beleuchten. Es geht um persönliche Utopien. Wenn Ewald Lienen Künstler statt Fußballer geworden wäre, mit welchem Kunstwerk hätte er versucht, seiner persönlichen Utopie Ausdruck zu verleihen?

    Wie ich oben schon angedeutet habe, fehlt mir persönlich die Verbindung zu künstlerischem Tun, deswegen wüsste ich auch nicht, wie ich meine Utopien und Vorstellungen einer lebenswerten Gesellschaft ausdrücken könnte. Für mich ist das tägliche Leben ein Kunstwerk. Das, was wir erreichen und durchsetzen möchten, sollten wir leben und jeden Tag zum Ausdruck bringen.

    Der FC St.Pauli ist bekannt für sein gesellschaftliches Engagement. Inwiefern müssen Profi-Fußball-Clubs für mehr gesellschaftliche Verantwortung einstehen?

    Dieser gesellschaftlichen Verantwortung werden immer mehr Fußballclubs, gerade bei uns in Deutschland, gerecht und das ist für mich eine positive Entwicklung. Natürlich stoßen viele Vereine dabei auch an ihre Grenzen, solange sie nicht bereit sind, noch mehr Geld und Mitarbeiter in diesen Bereichen einzusetzen. Es ist aber nicht nur eine Frage der Profivereine, sondern auch von anderen Firmen und Unternehmen sowie von uns allen.

    Vielen Dank!

    Tickets für die Millerntor Gallery findet ihr hier.

  • Der ersten Trailer für FIFA 18 und PES 18

    Legt die Controller kurz zur Seite und genießt die Vorfreude.

    FIFA 18 GAMEPLAY TRAILER

    Hier findet ihr alle Neuigkeiten im Überblick. Obendrauf gibt es zukünftig Legenden im FUT-Modus:

    » FIFA 18 vorbestellen

    PES 2018 E3 Trailer

    Auch im Hause PES wird sich eine der größten Fußballlegenden die digitale Ehre geben:
    Alle Neuigkeiten zu PES gibt es wie immer drüben bei prorevo!

    » PES 2018 vorbestellen

  • Schach mit Tauben

    Mit Eric Cantona ist es wohl wie mit gutem Wein – mit jedem Jahr wird er besser. Gut also, dass Eurosport im regelmäßig eine Bühne bietet. Genauer gesagt einen Sessel, auf dem er mit offenem Hemd sitzen und über Gott und die Welt reden kann. Kürzlich ging es um das Rassismusproblem in Italiens Fankurven:

  • Dann mach ich den eben von der Mittellinie

    Wir haben die dritte und letzte Minute der Nachspielzeit im WM-Qualifikationsspiel zwischen Frankreich und Schweden. Es steht 1:1 und beim wahrscheinlich letzten Angriff des Spiels denkt sich Hugo Lloris, dass er eigentlich viel lieber Aussenverteidiger wäre. Klappte dann nicht ganz so. Die Schweden fanden es jedenfalls gut, wie man auch den Kommentatoren leicht anmerken kann:

  • Rumpelfußballer unter sich: Die schönsten Kacktore der Saison

    So langsam aber sicher verabschieden sich alle europäischen Ligen in die Sommerpause um sich der unendlichen Spannung des Confed Cups hinzugeben. Zeit also, für Rückblicke diverser Art. Einen der am wenigsten ansehnlichsten, dennoch schönsten Rückblicke hat Reddit-User Meladroit1 gebastelt: Ein Video mit den schlimmsten Toren der Saison! Es ist, als würde man „Domino Day“ mit Unfällen am laufenden Band schauen.

  • Hallo, ich wollte nur kurz den Ball bringen.


    Während hierzulande immer noch diskutiert wird, was um alles in der Welt Helene Fischer mit ihrem Plastikkabinett in der Halbzeitpause des DFB-Pokals zu suchen hat, ist man in Portugal schon um Jahre weiter. Beim dortigen Pokalfinale wurde der Ball nämlich auf ganz besondere Weise ins Stadion gebracht: per Hoverboard! Oder wie auch immer man dieses Ding nennen mag:

    Herrlich absurd. Nächstes Jahr wird der Ball beim DFB-Pokalfinale dann bitte direkt über das Marathontor ins Stadion gebracht. Per Monster Truck. Mit Kathi Witt am Steuer.

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