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  • Der internationalste Mannschaftsbus der Liga


    Entgegen der Aussichten vorm Start der Saison belegt Eintracht Frankfurt derzeit einen beeindruckenden 3. Platz. Einer der gründe dafür dürfte wohl auch der besondere Teamgeist sein, wenn sich Spieler aus 17(!) verschiedenen Nationen auf dem Platz treffen. Um einen kleinen Überblick zu geben, hat man bei der Eintracht kurzerhand das internationalste Taxi der Liga durch die Stadt fahren lassen:

    Tolles Zeichen, gerade in Zeiten, wo Fremdenhass viel zu viel Boden bekommt.

  • Deshalb liebt man Fußball: Die Glückseligkeit des Peter Crouch

    Am Montag feierte Peter Crouch seinen mittlerweile 36. Geburtstag und die athletische Stabheuschrecke macht für Stoke City immer noch die gegnerischen Strafräume unsicher. Gestern Abend machte er sich in den Geschichtsbüchern der Premier League endgültig unsterblich, als er sein mittlerweile 100. Tor in der Liga erzielte. Die Freude, der überschwängliche Jubel von den Rängen und natürlich der Robot Dance danach sind einfach eine wunderbare Kombination:

    Übrigens: Den Robot Dance legte „Crouchy“ erstmals 2006 aufs Parkett. Bei einer Party von David Beckham vor der WM 2006 lief der Klassiker „I Bet That You Look Good On The Dance Floor“ und plötzlich war ein neuer Torjubel geboren. Auf dem Rasen zum ersten Mal nach seinem Tor gegen Ungarn zu sehen.

    Kurz darauf legte er den Jubel wieder ad acta, schließlich geht es ums Fußball spielen, nicht ums Jubeln. Er sagte damals, er würde den Robotertanz erst wieder zum Besten geben, wenn England Weltmeister werden würde. Nun ja … Danach sagte er, er würde erst wieder zum Roboter werden, wenn er im Finale der Champions League treffen würde. Auch dazu kam es nicht mehr. Nach 10 langen Jahren des Wartens gab es gestern aber endlich wieder den Crouch-Roboter zu sehen. In diesem Sinne: Alles Gute und für mehr Robotertanzhumor im Profifußball!

  • Wir sind dann mal Scout

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    Mensch… würde es doch noch den guten alten Fußball Manager von EA geben. Denn dann könnte ich meinen vollgekritzelten Scouting-Zettel direkt mal in ein paar Jahrhundertransfers ummünzen und in Sachen Finanzergebnis Pluspunkte beim Vorstand sammeln. So bleibt von meinem Besuch beim Mercedes-Benz JuniorCup in Sindelfingen zumindest die Gewissheit, in einigen Jahren dem Kumpel auf der Tribüne in die Seite stoßen zu können, um zu sagen: „Hey, siehst du den Sechser von Stuttgart? Da hätte ich dir schon vor Jahren sagen können, dass der den Sprung zu den Profis schafft.“

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    Alexander Groiß ist so ein Spieler. Kapitän der Suttgarter U19, jetzt schon Junioren Nationalspieler und in Sindelfingen hat man gesehen, warum es für den VfB ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gewesen sein muss, dass der 1,87m-Kerl im letzten Dezember einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat. In der Regel einen halben Kopf größer als sein Gegenspieler plus eine beeindruckende Athletik führen zu einer Zweikampfquote von gefühlt 97%. Der würde sich in 6-7 Jahren neben Julian Weigl im defensiven DFB-Mittelfeld gut machen.

    Strg C + Strg V + noch mehr Torgefahr = Ermedin Demirovic. Spoiler an alle Scouts der Republik, die Falsche Neun völlig zurecht als Startseite im Internet Explorer festgelegt haben: Der Junge hat nur noch einen Vertrag bis zum Sommer. Vier Turniertreffer in der Halle, 11 Buden in 15 Spielen auf großem Platz bei den A-Junioren. Hatten wir erwähnt, dass er im Sommer ablösefrei ist? Gut. Der 98er-Jahrgang bestitzt zwar auch einen deutschen Pass, hat aber schon 16 Länderspiele für die U-Mannschaften von Bosnien-Herzegowina bestritten, was zwar über kurz oder lang dazu führen könnte, dass wir ihn mal bei einer Europameisterschaft zu sehen bekommen, aber eben nicht im DFB-Team.

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    Weil das Turnier mit Özil, Khedira, Höwedes & Co schon eine halbe Weltmeister-Mannschaft hervorgebracht hat, haben Marketingexperten beschlossen, dass sich der Sindelfinger Glaspalast – der bundesweit mit Abstand schönste Name für eine Turnhalle – zusätzlich auch „Arena des Erfolges“ nennen sollte. Während diese Tagline zum Abzug in der B-Note führt, macht es die teilweise schon eingebaute neue Bestuhlung gleich wieder wett: ein Hauch von Münchener Olympiastadion liegt in der Luft.

    Insgesamt waren das zwei sehr schöne Tage im Ländle. Ehrliches Essen, Kids auf Autogrammjagd und jede Menge hochkarätiger Jugendfußball. Spätestens an der Kabinentür „Leicester City / Werk Untertürkheim“ bekommt man das Gefühl, dass die Fußballwelt hier noch in Ordnung ist.

    Persönliches Highlight: Nachdem ich am Freitag stundenlang diesen fantastischen Kunstrasen von außen bestaunen musste, ging es abends selber aufs Feld. Und ja: Der Rasen ist ein einziger Traum. Über das Endergebnis zwischen Bloggern und Orga-Team wurde allerdings Stillschweigen vereinbart. Welche Konsequenzen es hat, dass Collinas Erben es trotzdem geleakt haben, wird wohl der CAS entscheiden müssen.

    Bleiben noch die Preise für die Fans:

    • Größter Anhang: FC Schalke 04
    • Schönste Transparente: FC Schalke 04
    • Lauteste Kurve: FC Schalke 04
    • Das meiste Konfetti: ihr ahnt es…

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    Alle Fotos: Mercedes-Benz/GES Sportfoto

  • Matchday für die Ohren: Der neue 11Freunde Podcast ist da


    Pünktlich zum Frühjahrserwachen gibt es einen neuen Podcast aus dem Hause 11Freunde! Bei Matchday glänzen künftig die Herren Philipp Köster und Benjamin Kuhlhoff jeden Donnerstag mit halbgarem Wissen, gut abgehangenen Gags über den anstehenden Spieltag und allem, was die Fußballwoche sonst noch zu bieten hat. Obendrein gibt es gibt es in jeder Folge einen prominenten Talkgast, den Anfang macht dabei Ansgar Brinkmann.

    Das Ganze gibt es bei Deezer oder direkt hier zu hören:


    PS: Der geneigte Audiofußballer gönnt sich nach dem Spieltag obendrein natürlich noch den Rasenfunk.

  • Wir sind jetzt 1 Global Brand mit ordentlich Reach vong Marketing her


    Der Profifußball ist ohne Frage ein riesiges Geschäft. An manchen Tagen voller Leidenschaft auf und vor allem neben dem Platz lässt sich dieser Fakt, dennoch irgendwie in eine Kiste zwischen neonfarbene und goldene Fußballschuhe in der Umkleidekabine verstecken. An anderen Tagen wiederum wirkt es, als würde der Fußball zu einem Ungetüm werden, was das Marketinggeschicks eines Bubble-Tea-Geschäfts hat. Das neueste Beispiel dafür: Juventus Turin.

    Im Jahre 1897 gegründet blickt der Verein auf eine riesige und vor allem erfolgreiche Clubhistorie zurück. Darunter 32 italienische Meisterschaften, 11 Mal der italienische Pokal und 2 Mal den Europapokal der Landesmeister bzw. die UEFA Champions League. Legenden wie del Piero, Nedved, Davids oder Zidane schnürten ihre Fußballschuhe für diesen Verein. Seit über 100 und für die nächsten 200 Jahre steht außerdem Gianluigi Buffon als Kapitän im Tor des aktuellen Teams. Was könnte man also tun, um dieser reichhaltigen Vereinshistorie gerecht zu werden? Hmmmm …

    Sehr viele Sektkorken später und immer noch benommen vom umfangreichen Pogba-Zuschuss kam man bei Juve dann auf folgende Idee: Ein neues Logo muss her! Okay, an sich erstmal keine Neuigkeit:

    Aber im Jahre 2017 geht es natürlich nicht mehr darum, ein Verein zu sein. Viel mehr muss man eine Brand sein. Und wenn man nicht aufpasst, ist das Vereinswappen plötzlich das abgetragene Logo eines imaginären Sneakerfabrikanten, der Schuhe mit Blinkapplikationen herstellt:

    Warum, Juve? Warum? Das mag ein nettes Logo für einen Hersteller von Jacken für die Übergangszeit sein, aber doch nicht für einen der größten Vereine der Welt? Schlimmer macht die Tatsache nur die Präsentation des Logos. Aufgepasst …

    Die von einem Hollywood-Actionstreifen ausgeliehene Stimme sagt also tatsächlich Sachen wie: „In a world of contrasts, we take a deep breath … and rise.“ Okay. Darauf folgt in etwa so etwas wie „Lorem Ipsum dolor sit amet …“ Es wirkt wie die Brainstormingtafel einer PR Agentur, die „was mit Fußball“ machen soll. Schlimmer wird es dann nur, wenn auch noch Clublegende Buffon solche verschwurbelten Marketingsachen von sich geben muss:

    Puh. Oder wie Pavel Nedved sagt:

    Wir hoffen, es droht vor lauter Bullshit-Bingo kein weiterer Zwangsabstieg für Juve und fragen noch mal:

  • Pimmelgruß vom Platzwart


    Pimmelhumor und Fußball gehen bereits seit Jahrtausenden erfolgreich Hand in Hand. Das neueste Beispiel kommt aus den Niederlanden. Am Wochenende unterlag dort Heracles Almelo mit 1:4 gegen Groningen. Zur Halbzeit stand es bereits 0:3 und der Schneeregen wütete – ein Tag zum vergessen. Und so nahm sich der Platzwart in der Halbzeitpause ein Herz und zeigte, was er zu diesem Spiel zu sagen hatte. Ein drohender Finger! Oder … ähm … ähhh … ach egal.
    https://www.youtube.com/watch?v=G8VjSAx8Dnw

    via 11Freunde

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