Als der kicker Manager noch per Postkarte gespielt wurde


Wenn die neue Bundesliga-Saison kurz vorm Anstoß steht, ist dies gleichzeitig auch die Hochphase des kicker Managers. Wer unterstreicht die Leistungen der letzten Saison, wer schießt die Elfmeter und mit welchen günstigen Talenten füllt man den Kader auf? Das sind nur wenige Fragen von vielen, während man den Kader fleißig immer wieder neu zusammensetzt.

Ein guter Punkt, um die Fußballuhr einmal um 20 Jahre zurückzudrehen. Vorm großen Durchbruch des Internets war die Filigranarbeit des kicker Managers nämlich noch mehr abendfüllenderes Programm als heute. Per Kopfrechnen die Spieler dem Budget entsprechend auswählen, per Postkarte an den kicker schicken, die Saison über selbst die Punktzahlen ausrechnen und am Ende darauf hoffen, dass alles stimmt. Aber fangen wir einmal von vorne an.

Für den Gewinner gab es damals stolze 5000 D-Mark:

An den Regeln hat sich seitdem nichts Großes getan. Der Reservist pro Position rückte immer dann nach, sobald ein Spieler wegen Verletzung, Sperre usw. nicht spielen konnte.

Man musste nur relativ klein schreiben, um alles auf den Coupon zu bekommen:

Und nun zum aller wichtigsten: Taschenrechner raus und das 50 Mio D-Mark Budget verbraten!

Mit Abstand teuerster Spieler war Jürgen Klinsmann, am Ende der Saison wurde allerdings Ulf Kirsten mit 22 Toren Torschützenkönig und war mit 3 Millionen eigentlich relativ günstig. Punktbester Spieler mit einem Notenschnitt von 2,52 war damals allerdings der Bochumer Dariusz Wosz, ebenfalls für 3 Millionen in der Liste zu finden. Falls ihr Lust habt, euch eine ELf aus den Spielern zusammen zu stellen, hier gibt es zum Prüfen danach die punktbesten Spieler der Saison 1996/97.

Vorsicht Spoiler! 11 der Spieler aus den damaligen Top 15 stammen übrigens aus Vereinen, die derzeit nicht mehr in der 1. Bundesliga sind. (Looking at you, VFB!):

Screenshot kicker.de
Screenshot kicker.de

Bleibt letztlich eigentlich nur die Frage: Wer um alles in der Welt hat die ganzen Postkarten in der kicker-Redaktion auswerten müssen?!

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