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  • Gemacht für halbtrockene Flanken


    Wie guter Wein wird auch die Erscheinung von Andrea Pirlo mit dem Alter immer Erhabener. Passend also, dass der Italienische Flankengott neben einer Leidenschaft fürs Zocken auch eine für Wein hat. Die geht sogar so weit, dass er nun den Tiempo Pirlo aus dem Hause Nike bekommen hat. Nein, das ist kein Wein, sondern ein Fußballschuh, der Pirlos Karriere als Fußballer und Winzer zu zelebriert.

    Deshalb ist die Farbe des Schuhs „inspiriert von gereiften Trauben“ und hat obendrein noch eine Kork-Innensohle mit dem goldenen Schriftzug „Aged Since ’94″. Selbstverständlich wird der Schuh dann anstelle eines gewöhnlichen Schuhkartons in einer Holzkiste geliefert.

    Wer jetzt Lust bekommen hat, mit diesen hübschen Tretern Hangsprints im Weingut der Familie Pirlo zu machen, sollte sich auf die Suche nach „Pratum Coller“ begeben.

  • Der ewige Totti trifft und trifft und trifft und …


    Ein verregneter Sonntag in Rom – Bestes Wetter um Geschichte zu schreiben! In diesem Sommer startete Francesco Totti in seine 25. Saison für den AS Rom. Er könnte sich damit eigentlich gemütlich auf seinem Legendenstatus ausruhen, dreht aber fröhlich weiter an seinen Statistiken. Im Spiel gegen Sampdoria Genua stand er zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Platz und sorgte in der dritten Minute der Nachspielzeit für das entscheidende 3:2 per Elfmeter. Sein 299. Tor für die Roma bedeutet obendrein auch, dass Totti in der Serie A seit der Saison 1994/95 in jedem Jahr getroffen hat. 23 Saisons in Folge! Zur besseren Einordnung, was für eine Zeitspanne das ist: Nicht mal Gianluigi Buffon hatte 94/95 sein Profidebüt gemacht, dies folgte erst ein Jahr später.

    AS Roma's forward Francesco Totti celebrates after scoring during the Italian Serie A football match As Roma versus Sampdoria on September 11, 2016 at Olympic stadium in Rome.  / AFP / ALBERTO PIZZOLI        (Photo credit should read ALBERTO PIZZOLI/AFP/Getty Images)
    AS Roma’s forward Francesco Totti celebrates after scoring during the Italian Serie A football match As Roma versus Sampdoria on September 11, 2016 at Olympic stadium in Rome. / AFP / ALBERTO PIZZOLI (Photo credit should read ALBERTO PIZZOLI/AFP/Getty Images)

    Das Spiel wurde zuvor übrigens sehr lang wegen besagtem Regen unterbrochen. Huch!

    Und jetzt freuen wir uns weiter über den Jungbrunnen Totti.

  • Der Auswärts-Plüschtierregen


    „Auswärts“ ist im deutschen Fußball nur allzu oft in einem Atemzug mit „asozial“ zu hören. Die Fans vom niederländischen Erstligaklub ADO Den Haag zeigten am Sonntag, dass es auch anders geht. Vorm Auswärtsspiel in Rotterdam bekamen Anhänger von ADO Wind davon, dass in den Reihen unter dem Auswärtsblock des Feyenoord-Stadions zahlreiche Kinder aus dem Sophia Kinderkrankenhaus, dem größten und ältesten Kinderkrankenhaus der Niederlanden, zu Gast sein werden. Und was macht man da? Plüschtiere mitbringen!


    „Aufruf an alles Auswärtsfahrer: Nehmt alle ein kleines Plüschtier mit. Kinder aus dem Sophia Kinderkrankenhaus werden unter der Auswärtstribüne zu Gast sein.“ Der Aufruf machte unter den Fans die Runde und in der 12. Minute des Spiels passierte das hier:

    Hach, Fußball kann so schön sein.

    Zur weiteren Freude der Kinder gewann Feyenoord das Spiel übrigens mit 3:1 und behauptete damit seine Tabellenführung in der Eredivisie. Oh und in der NHL gibt es öfters Mal fliegende Plüschtiere:

    https://www.youtube.com/watch?v=b8YfHu8FfEg

    PS: Das zweitschönste an dieser Meldung ist übrigens die Tatsache, dass das niederländische Wort für Plüschtiere „Knuffels“ ist.

  • Fritteuse am Fußballplatz

    Das Schicksal „normaler“ YouTuber holt natürlich irgendwann auch YouTuber aus dem Bereich Fußball ein. Was tun, wenn man aus jedem erdenklichen Winkel einen Freistoß ins Tor gezirkelt hat? Was tun, wenn man jeden zugeschickten Schuh fein säuberlich aus und wieder ein und wieder ausgepackt hat? Was tun, wenn man jede Challenge durch hat und selbst den Mülleimer fünf mal getunnelt hat? Keine Sorge, denn auch hier gelten die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Menschheit: Frittieren geht immer! Aber sollte man Fußballschuhe im Wert von gut 250 Talern wirklich …. ach egal!

    https://www.youtube.com/watch?v=N0BL7MxU9iI

    Wenn in tausenden Jahren eine außerirdische Lebensform unseren bis dahin menschenleeren, eingestaubten Planeten entdeckt, wird dies das erste sein, was sie zu Gesicht bekommen.

  • Das Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor


    Wie schön, wenn sich selbst in die Plastikwirrungen des Profifußballs noch Aktionen, Szenen oder Gesten verirren, die zeigen, was Fußball so besonders macht. So traurig wie der folgende Anlass ist, so bemerkenswert und bewegend ist er auch.

    Im März diesen Jahres verstarb Darmstadts Superfan Jonathan Heimes. So doof wie das Wort „Superfan“ klingt, so untertrieben ist es in diesem Fall wahrscheinlich auch. Die Darmstädter Zeitung „Echo“ schrieb nach seinem Tod sehr passend:

    Jonathan Heimes ist untrennbar mit der Stadt, ihrem Fußballverein und ihren Menschen verknüpft.

    Johnny trotzte jahrelang seiner Krebserkrankung und wurde nicht zuletzt auch durch seine „Du musst kämpfen“ Aktion zum spirituellen Begleiter seines Lieblingsvereins Darmstadt 98. In seiner Trauerrede erzählte Trainer Dirk Schuster davon, wie er seine Mannschaft kurz vorm mittlerweile legendären Relegations-Rückspiel in Bielefeld im Mai 2014 die Spieler erstmals mit Heimes’ Geschichte konfrontierte. „Wenn dieser Junge jahrelang dem Krebs mit großem Willen, großem Herz und Leidenschaft trotzt, dann könnten die Darmstädter Fußballspieler auch 90 oder 120 Minuten lang Arminia Bielefeld erfolgreich bekämpfen.“ Mit derartigen Vergleichen begibt man sich sehr schnell auf dünnes Eis, doch in diesem Fall war es der Startschuss des modernen Fußballmärchens aus Darmstadt. Johnny war immer dabei.

    Bis es nicht mehr ging und der scheiß Krebs das letzte Wort hatte. Wie bedeutsam Johnny für den vereinw ar zeigte sich auch bei seiner Trauerfeier. Die FAZ schrieb damals:

    Eine Choreographie eines ganzen Fanblocks für einen im Alter von erst 26 Jahren verstorbenen Anhänger und eine Schweigeminute von mehr als 16.000 Menschen vor dem Anpfiff – das gab es in der Fußball-Bundesliga vermutlich noch nie. Ein Erstligateam, das geschlossen zur Trauerfeier kommt und dessen Cheftrainer in einer prall gefüllten Kirche eine Rede hält – ein starkes Zeichen dafür, aus welchem Holz der Verein SV Darmstadt 98 und seine Protagonisten geschnitzt sind.

    Mit Trauer und Anteilnahme begleiteten Trainer, Spieler und Präsidium Jonathan „Johnny“ Heimes auf seinem letzten Weg. Zeigten abermals die große Verbundenheit mit ihrem treuen Fan.

    Jetzt, ein halbes Jahr später, wird dieser Anteilnahme und diesem besonderen Weg die Krone aufgesetzt: Der SV Darmstadt 98 spielt ab sofort im „Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor“.

    Außerdem wird der Verein im März mit „Du musst kämpfen“ Sondertrikot auflaufen. Möge nach so einer Aktion bitte da bereits feststehen, dass der SV98 nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun hat.

  • Wer wird Bayern-Jäger Nummer 1? (1996)


    Während am Horizont langsam die (zumindest noch etwas) magische Zahlenkombination 15:30 am Horizont zu sehen ist, kommen all die Fragen der Saisonvorbereitung wieder hoch. Hat sich Julian Draxler immer noch bockig in seinem Jugendzimmer eingesperrt? Welche Frisur trägt Mitchell Weiser zum Saisonauftakt? Hat jetzt auch wirklich jedes Stadion WLAN? Aber die wichtigste Frage bleibt natürlich: Wer wird Bayern-Jäger Nummer 1? Um diese Frage zu klären, nehmen wir einen kleinen Einblick in die aktuelle Bravo Sport Ausgabe. Also ähhh die zur Saison 1996/97.

    Icke Häßler, kaum höher als 3 Bälle, zeigt den Weg in Richtung Europa, während Dirk Schuster in der Abwehr fleißig aufpasst, wie er auch noch 20 Jahre später von der Bank aus diverse Bundesligisten mit guter Abwehrarbeit ärgern wird. Im Schatten von Vereinslegende Uwe Kamps absolviert Robert Enke seine erste Saison für Borussia Mönchengladbach. Und mit einem Mittelfeld aus jeremies und Böhme hatte das Münchner Derby sowohl noch etwas mehr Bedeutung, als auch Späne hier und da.

    Bravo Sport Ausgabe 18 / 1996
    Bravo Sport Ausgabe 18 / 1996

    Oder doch eins der drei Teams aus dem Norden? Damals noch mit Bruno Labbadia in grün statt blau. Während „Ein erneuter UEFA-Cup Platz ist Pflicht“ beim HSV aktuell zumindest etwas anmaßend klingt, passt „In Schwaben hofft man auf bessere Zeiten“ auch 20 Jahre später ganz gut. Bleibt nur abzuwarten, ob es auch dieses Mal wieder ein magisches Dreieck als Reaktion darauf geben wird. Damals im Gegensatz zum Vorjahr übrigens die erste Saison für Elber in weißen Schuhen.

    Bravo Sport Ausgabe 18 / 1996
    Bravo Sport Ausgabe 18 / 1996
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