Kategorie: Originale

Latest stories

  • Ajax erweist Johan Cruyff die letzte Ehre und definiert Gänsehaut neu


    Der Tod von Johan Cruyff und die damit verbundenen, zahlreichen Abschiede und Anerkennungen zeigten eindrucksvoll, dass Fußball weitaus mehr sein kann, als ein Ball und ein paar Menschen die bei Bedarf dagegen treten.

    Einen weiteren emotionalen Höhepunkt gab es nun vor dem Spiel zwischen Ajax Amsterdam und dem PEC Zwolle, als die Fans von Ajax ihrer Club-Legende die letzte Ehre erwiesen. Gänsehaut ist kein Ausdruck dafür:

    Bereits vor der Partie organisierten die Fans einen Trauermarsch und liefen dabei unter anderem mit Pyros am Elternhaus des verstorbenen Cruyff vorbei. Hach.

    Foto:  KOEN VAN WEEL/AFP/Getty Images
    Foto: KOEN VAN WEEL/AFP/Getty Images

  • Der erste Trailer zum Pelé Film

    Moment mal, bahnt sich da etwa ein sehenswerter Fußballfilm an? Welch seltenes Phänomen! In „Pelé: The Birth of a Legend“ wird der Weg von den Favelas hin zum größten Fußballer Brasiliens gezeigt. Und wenn man den ersten Trailer so sieht, scheint der Film durchaus sehenswert zu sein.

    Ursprünglich sollte der Film übrigens bereits im Vorfeld der WM 2014 veröffentlicht werden, durch Verzögerungen in der Post-Production wurde aber noch einige Male verschoben.

  • Das fußballerische Erbe von Johan Cruyff

    Kaum einer hat den Fußball derart geliebt und gelebt wie Johan Cruyff, dessen Einfluss noch heute überall auf den ganz großen Fußballbühnen im Flutlicht und kleinen Ascheplätzen im Nieselregen zu sehen ist. Gerade in Gedenken an ihn lohnt es sich deshalb, diese kleine Doku zu schauen, für die sein fußballerisches Erbe in eine halbe Stunde komprimiert wurde.

    Mach’s gut, Johan.

    Foto: STAFF/AFP/Getty Images
    Foto: STAFF/AFP/Getty Images
  • 973 Minuten für einen ganz Großen

    MARCO BERTORELLO/AFP/Getty Images
    MARCO BERTORELLO/AFP/Getty Images

    Sollte es noch irgendetwas gegeben haben, was Italiens Torwart-Ikone Gianluigi Buffon zur absoluten Legende fehlte, dann dürfte er diesen Status spätestens jetzt haben. Mit dem gestrigen Spiel blieb er 973 Minuten ohne Gegentor. Absoluter Rekord! Und das mit 38 Jahren.

    Den Rekord zuvor hatte Sebastiano Rossi, Keeper des AC Mailand, aufgestellt, als er in der Saison 1993/94 insgesamt 929 Minuten ohne Gegentor blieb. Den Rekord in der Bundesliga hält übrigens immer noch Timo Hildebrand, welcher in den Saisons 2002/03 bis 2003/04 beim VfB Stuttgart 885 Minuten ohne Gegentor blieb.

    Für Juventus war es derweil das 20. Ligaspiel am Stück ohne Niederlage. Auch Buffon wusste, dass er seinen Rekord hauptsächlich seinen Vorderleuten zu verdanken hatte. In den letzten 9 Ligaspielen, kamen durchschnittlich weniger als 2 Torschüsse auf sein Tor. Und so wurde seitens Juve nach dem Spiel direkt ein Schreiben von Buffon veröffentlicht, worin er an jeden seiner Mannschaftskameraden einen kleinen Gruß richtet:

    Das Ende seine Rekordzeit war ausgerechnet ein Elfmeter. Menno! Buffon dürfte uns aber noch einige Zeit erhalten bleiben. Sein selbsternanntes Ziel ist die WM 2018. Weiter, immer weiter! Es ist schließlich so schön, wenn ein Fossil längst vergangener Bunte-Torwarttrikot-Zeiten immer noch auf höchstem Niveau spielt.

     Foto: Allsport UK /Allsport
    Foto: Allsport UK /Allsport
  • Und meine Medaille nimmst du mit

    Foto: Paolo Bruno/Getty Images
    Foto: Paolo Bruno/Getty Images

    Zwischen diversen Korruptionsskandalen, Supermegacashliga-Plänen und zerstückelten Spielplänen ist eine große Portion Fußballromantik wie die folgende eine willkommene Abwechslung, wenn auch aus sehr traurigem Anlass.

    Daniele De Rossi spielt seit seiner Jugend, seit mittlerweile 16 Jahren, beim AS Rom und hat seitdem diverse lukrative Wechselangebote abgelehnt. Aus Liebe zur Stadt und aus Liebe zum Verein. (Außerdem Hat er ein Teletubbie-Tattoo.) Sein großes Fußballerherz bewies er nun ein weiteres Mal beim Tod von Pietro Lombardi. Nein, nicht beim fürchterlichen „Sänger“, sondern dem 92jährigen Zeugwart der italienischen Nationalmannschaft. Dieser trug den Spitznamen „Spazzolino“, zu deutsch „Zahnbürste“, weil keiner so gut wie er Fußballschuhe auf Fordermann bringen konnte.

    Als inoffizielles, emotionales Maskottchen waren Spazzolinos Fähigkeiten auch bei der WM 2006 ein Schlüssel zum Erfolg der italienischen Nationalmannschaft. Ohne Aberglaube wird man schließlich nicht Weltmeister! De Rossi spielte im Turnier damals noch keine allzu große Rolle, machte aber eins der entscheidenden Tore im Elfmeterschießen.

    Foto:  AFP PHOTO / GIUSEPPE CACACE
    Foto: AFP PHOTO / GIUSEPPE CACACE

    Und weil Spazzolino so ein Großer war, entschied sich De Rossi auch für eine große Geste. Die La Gazzetta dello Sport schreibt dazu:

    De Rossi verließ das Training am Morgen und steckte seine Weltmeister-Medaille in seine Tasche, bevor er nach Florenz fuhr. Dort grüßte er seinen Freund ein letztes Mail und legte sein wertvollstes Gut in den Sarg.

    Mach’s Gut, Spazzolino!

    PS: Ja, auch De Rossi macht nicht nur tolle Sachen.

  • Tor-Rekord für Gomez in der Türkei

    Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP/Getty Images
    Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA/AFP/Getty Images

    Es wird interessant zu sehen sein, wie Mario Gomez eines Tages in den Fußballgeschichtsbüchern wahrgenommen werden wird. Wird man ihm auch 2070 noch diese eine vergebene Chance gegen Österreich vorwerfen oder sehen, dass zum Beispiel beim FC Bayern nur Gerd Müller eine bessere Torquote hatte als er? Und das immerhin nachdem Louis van Gaal mehrmals deutlich zu verstehen gab, dass er nie einen Gomez wollte und nicht wisse, was er mit ihm anfangen solle.

    Immer wenn es in Italien halbwegs für ihn lief, kam eine Verletzung dazwischen. Fast 250 Tage fiel er in den beiden Saisons beim AC Florenz verletzt aus. Die Leihe in die Türkei dürfte also ein willkommener Neuanfang gewesen sein. Und siehe da, Gomez trifft und trifft und trifft. In 33 Spielen hat er 21 Tore gemacht. In der Liga erzielte er gestern im Spiel gegen Trabzonspor sein 19. Saisontor, womit er nicht nur seine Führung in der Torschützenliste vor Samuel Eto’o (16 Tore) ausbaute, sondern auch noch einen Vereinsrekord aufstellte. Noch nie gelang es einem ausländischem Spieler, so viele Tore für Besiktas zu erzielen.

    Mal schauen, ob es für ihn für die EM reicht oder ob aus der Türkei letztlich doch wieder das Poldi-Maskottchen mitgenommen wird. Zu gönnen wäre es ihm allemal und nun … PUSH THE BUTTON!

  • Tee im Selfiegewitter

    Wer schon immer mal wissen wollte, wie es aussieht und was passiert, wenn Cristiano Ronaldo einfach nur einen Tee in einem normalen Café trinken geht, sollte sich das hier einmal anschauen:

    Das Ganze ist zwar ein super geschickt eingefädelter Clip für die Kopfhörer die er da um den Hals trägt (gähn), dürfte aber dennoch ein ganz gutes Abbild der Realität geben.

  • Gänsehautabschied für Totti

    Foto: Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images
    Foto: Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images

    In der vergangenen Woche gab es einen ganz großen Abschied von der europäischen Fußballbühne. Es war die 74. Minute Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Real Madrid und AS Rom, als im Bernabeu 76.000 aufstanden und Beifall für die Einwechslung von Francesco Totti klatschten. Angesichts des Spielstands war es klar, dass es wohl der letzte Champions League Auftritt der mittlerweile 39jährigen Roma-Legende sein würde. Gänsehaut:

    Seit 1993 spielt Totti für den AS Rom sagte gegenüber dem Kicker nach dem Spiel aber überraschender Weise:

    Ich bereue in meiner Karriere nur, nicht zu Real gegangen zu sein.

    Zu Zeiten seiner Hochform war Real Madrid auch tatsächlich hinter ihm her, ein Wechsel weg aus Rom kam für ihn aber nie wirklich in Frage.

    Auch einige Real Madrid Spieler applaudierten bei der Einwechslung von Totti und wollten nach dem Spiel noch allerhand Selfies mit ihm. Totti kam auch dafür nach Abpfiff noch einmal in die Kabine von Real Madrid. Kapitän Sergio Ramos, der als leidenschaftlicher Trikotsammler gilt, bekam das letzte Champions-League-Trikot von Totti und sagte daraufhin:

    Ich habe ihn über Jahre hinweg wegen seines Werdegangs und seiner Haarpracht bewundert.

  • Irische Superhelden

    Zugegeben, wir sind ein wenig verliebt in dieses irische Energiebündel im Superman-Kostüm. Dahinter steckt übrigens der 60-jährige Zeugwart der Iren, Dick Redmond. Fehlt nur noch, dass am 12. Dezember Frankreich vs. Irland als Eröffnungsspiel ausgelost wird!

  • Das perfekte Spiel


    Normalerweise ist es nur mittelmäßig unterhaltsam, wenn Altstars aufeinander treffen und zu Dribblings mit halber Luft und doppeltem Grinsen ansetzen. Warm ums Fußballherz wird einem dabei aber meistens trotzdem. Erst recht bei folgendem Beispiel. Am Wochenende wird im altehrwürdigen Old Trafford zum UNICEF Match For Children nämlich Das Allstar Team von David Beckham auf das Allstar Team von Zinedine Zidane treffen. Die Teams lesen sich dabei wie geballte Nostalgie für die jüngere Fußballhistorie:

    Das Team von David Beckham:
    Trainer: Sir Alex Ferguson
    David Beckham
    David Seaman
    David James
    Sol Campbell
    John Terry
    Phil Neville
    Rio Ferdinand
    Jamie Carragher
    Ashley Cole
    Nicky Butt
    Paul Scholes
    Ryan Giggs
    Michael Owen

    Das Team von Zinedine Zidane:
    Trainer: Carlo Ancelotti
    Zinedine Zidane
    Edwin van der Sar
    Cafu
    Fabio Cannavaro
    Alessandro Nesta
    Luis Figo
    Ronaldinho
    Patrick Vieira
    Michael Ballack
    Massimo Ambrosini
    Robert Pires
    Dwight Yorke
    Patrick Kluivert
    Ole Gunnar Solskjaer
    Landon Donovan

    Und weil das immer noch nicht genug ist, ist natürlich auch der Schiedsrichterposten mit Pierluigi Collina prominent besetzt.